Der Feldmühle-Kohlezug
Walsum ⁄ Recklinghausen Süd – Neheim-Hüsten
Die in Alt-Arnsberg ansässige Kartonagefabrik Feldmühle (nach mehreren Eigentumswechseln heute Reno de Medici) benötigt seit jeher zum Betrieb des eigenen Kraftwerks Kohle. Diese kam aus den im nördlichen Ruhrgebiet gelegenen Steinkohlezechen. Als Zugleistung des so genannten Programmverkehrs oblag zwischen 1980 und 1988 der überwiegenden Zeit einer 221-Doppelbespannung des Bw Gelsenkirchen-Bismark (später Aussenstelle des Bw Oberhausen Osterfeld Süd) die Traktion des aus Wagen der Gattung Es gebildeten Ganzzuges.
Daher war der legendäre Gag 58912 (samstags) und Gag 58910 (dienstags) natürlich für die damaligen Jungeisenbahnfotografen das Highlight auf der Oberen Ruhrtalbahn. Auch heute noch verkehrt der "Nachfahre" des Zuges, allerdings wird heute Importkohle zur Kartonagefabrik angeliefert.
Nach einem Intermezzo von Kohlezügen aus dem Wanner Westhafen im Jahre 2005 wird bis heute der Zug im Dortmunder Hardenberghafen geladen. Die Traktion übernimmt dabei heuer auf dem Gesamtlaufweg bis Arnsberg Süd die RLG, die hierfür ihre in Neheim-Hüsten stationierte Lok einsetzt.