![]() |
![]() |
Strecke 2961 |
Abschnitt Büren – Brilon Wald
Die Almetalbahn verbindet das Paderborner Land mit dem östlichen Sauerland. Nachdem zwischen 1895 und 1898 der 27 Kilomter lange Abschnitt Paderborn - Büren erbaut und am 20.10.1898 feierlich eröffnet wurde, folgte am 01.04.1901 das Teilstück Büren - Brilon Wald mit 33 Kilometern Länge. Neben den vor allem im nördlichen Abschnitt vorhandenen diversen Kunstbauten sind zwischen Büren und Brilon Wald zwei Viadukte und zwei Tunnel vorhanden.
Der Güterverkehr zwischen Büren und Ringelstein endete bereits am 30. Mai 1965, während der Personenverkehrs zwischen Büren und Brilon Stadt zum Winterfahrplan "erst" 1974 eingestellt wurde. In Salamitaktik folgte 1974 die Einstellung des Güterverkehrs Ringelstein - Alme und am 30.05.1992 Alme - Rekostein Anst. Der restliche Personenverkehr zwischen Brilon Stadt und Brilon Wald endete 1975. Erfreulicherweise wird genau dieser Abschnitt am 11.12.2011 für den Nahverkehr wiedereröffnet.
Die Ansiedlung Europas größten Spanplattenwerkes (Firma Egger) in Brilon ließ den rückläufigen Güterverkehr ab 1991 inzwischen wieder beachtlich ansteigen, besonders nach Eröffnung des ebenfalls hier neu errichteten Egger-Sägewerkes, das Ende 2009 die volle Produktion aufnahm. Heute ist dies der einzige Güterkunde im gesamten Streckenverlauf.
Die Strecke Rekostein Anst - Alme wurde im August 1995, der Abschnitt Alme - Umspannwerk Büren betreits 1975 vom Energieversorger VEW zur Durchführung der sehr seltenen Großtransformatortransporte zu den Umspannanlagen in Nehden und Büren gepachtet. Nach dem Umbau des heute zur RWE gehörenden Umspannwerkes Büren in eine 110 kV-Anlage und Abgabe des Umspannwerkes Nehden an die Tochterfirma Amprion GmbH ist nach Abholung des letzten Großtransformators im März 2012 die Zukunft der 19 Kilometer langen Pachtstrecke UW Nehden - UW Büren ungewiss.
Besondere Erwähnung verdienen einige wenige DB-Sonderfahrten, die den verpachteten Streckenabschnitt nutzten. Hier sind die bis zur Einstellung des Nordabschnitts zweijährlich stattfindenden Tunneluntersuchungsfahrten, einige Personensonderzüge und auf dem seinerzeit extra dafür hergerichteten Gleis im Dezember 1986 Getreidetransporte zu nennen. Für zwei Wochen, in denen damals der Nordabschnitt wegen Bauarbeiten gesperrt war, rollten hier mit 218 bespannte, aus Gbs-Wagen bestehende Ganzzüge Richtung Ungarn. Auf der Pachtstrecke führt der Verein Waldbahn Almetal e.V. touristische Sonderfahrten mit zwei eigenen Schienenbusmotorwagen durch.
| >> Zum Seitenanfang |